Häufige Fragen...
Was mache ich beruflich?
Ich bin ein "Heri" (siehe unten), d.h. ein katholischer Priester des Erzbistums Vaduz. Die letzten Jahre habe ich der Pfarrei St. Josef, Triesenberg als Kaplan gedient und in Primar- und Sekundarschulen des Landes unterrichtet. Als Gastprofessor war es mir eine besondere Freude am Internationalen Theologischen Institut jährlich Vorlesungen zu halten.


Zur Erklärung: Über die letzten Jahre mutierte die Anrede "Herr Kaplan" im Kindermund zu "Heri" und ist nunmehr wie man sieht eine eigenständige Berufsbezeichnung. :-) Danke Christina für den lieben Brief.

Woher komme ich?
Ich wohne in Liechtenstein. Aufgewachsen bin ich in Puchenau bei Linz in Oberösterreich

Warum diese Reise? Haben Priester nicht wichtigere Dinge zu tun?
In der Tat haben Priester wichtigere Dinge zu tun als durch die Landschaft zu spazieren. Und ein Stück weit dient diese Reise genau dazu, dass ich diese "wichtigeren Aufgaben" auch künftig gut und besser erledigen kann. Diese Wallfahrt - wie jede Zeit der Stille und des Gebetes - ist eine Investition. Und nach dem etwas aus dem Ruder gelaufenen Arbeitspensum der letzten 3 Jahre (an dem ich durch meine ganzen Projekte selber schuld bin) scheint diese Investition besonders dringlich.

Reisebeginn?
Abmarsch: 1. Mai mit dem bischöflichen Segen.

Wie lange dauert die Reise?
Puh. Das kann man so nicht genau sagen. Mal sehen wie lange es dauert. Ich bin froh, dass es keine genau Deadline gibt. Aber so in etwa mit 14 Monaten rechne ich, bis ich wieder in Liechtenstein einlaufe. Sich terminlich stressen bringt jedoch in keinem Fall etwas.

Ausrüstung?
Möglichst wenig und leicht. Als Priester und Videoenthusiast ist das aber nicht ganz einfach. Denn ich will unterwegs die Messe zelebrieren und natürlich das eine oder andere auf der Reise dokumentieren. 13kg wiegt somit der gefüllte Rucksack. Transportiert wird er aber die meisten Strecken nicht auf dem Rücken, sondern auf dem Carrix. Besonders später in den trockenen Gebieten erlaubt mir dieses Gerät die Mitnahme von ausreichend Wasser.

Habe ich an Sponsoring gedacht?
Nein. Sponsoring bringt Verpflichtungen und die sind für dieses Unterfangen nicht hilfreich. Gerade wenn es mal anders kommt als geplant, sollen solche Verpflichtungen nicht den Weg oder dessen Länge diktieren.

Warum nicht mit dem Fahrrad?
Das Fahrrad fährt zu schnell und es engt die Routeplanung ein. Ein Fahrrad muss auf die Strasse und damit in den Verkehr. Zu Fuss kann ich Streckenteile hingegen freier wählen und so "Roadwalking" wann immer möglich vermeiden.